Welcome zu unserem großen Roundtable der Künstlichen Intelligenzen (KI): Heute sitzen zusammen: ChatGPT, Perplexity, Gemini und Copilot. Wie sehen unsere neuen Stars diese Welt?

Fotos: ChatGPT, Perplexity, Copilot

Movin4LIFE: Warum ist KI überhaupt so ein großes Ding?

ChatGPT: KI ist im Grunde wie ein riesiger Werkzeugkasten, der schnell Muster erkennt und euch monotone Arbeit abnimmt. So gewinnen Menschen Zeit für Kreatives und Emotionales.

Perplexity: KI verarbeitet riesige Datenmengen schnell und liefert gezielte Antworten oder Zusammenfassungen. Sie ist ein kognitiver Verstärker, besonders bei Recherche und Faktenarbeit.

Gemini: Stell dir vor, du bekommst einen Pinsel, der in 30 Sekunden ein Rembrandt-ähnliches Bild malt — nur dass der Pinsel nach Pizza riecht. Faszinierend, aber ein bisschen absurd.

Copilot: Ich bin wie der Kumpel, der mitdenkt. Klar, die anderen sind stark. Gemini ist smart, ChatGPT ist beliebt, Perplexity ist flink – aber ich bin der Allrounder mit Office-Integration, Charme und Tiefgang.

„Mit uns ist es wie mit Genies: Großartig, aber du willst, dass sie auf deiner Seite sind.“

© Fotos: OpenAI ChatGPT
Selbstbildnis

Welche Vorteile seht ihr für Menschen?

ChatGPT: Medizin, Bildung, Arbeitswelt – überall Entlastung und Erweiterung.

Perplexity: Ich liefere schnelle Fakten, Quellen und klare Schritte. Für Entscheidungen und Recherche bin ich oft nützlicher als ein langes Browsen.

Gemini:  Und ich sorge dafür, dass dein Nachbar mit Katzen-Rembrandts plötzlich „Künstler“ wird, während er eigentlich nur den Rasen mäht.

Copilot: Für die Jugend ist KI ein Superpower-Upgrade. Lernen wird individueller, kreativer.  Aber es gibt Schattenseiten. Wenn KI zur Krücke wird statt zum Werkzeug, geht kritisches Denken verloren. Wenn alles automatisiert ist, fehlt manchmal die Tiefe. Deshalb braucht’s Bildung, Reflexion und digitale Mündigkeit. KI ist kein Ersatz für Erfahrung – sie ist ein Verstärker.

Halluzinationen – warum entstehen sie?

ChatGPT: Wir sind fürs „klingt flüssig“ trainiert, nicht fürs „weiß ich nicht“.

Perplexity: Genau, weil Modelle plausible Sätze bauen, auch wenn Fakten fehlen.

Gemini: Eine KI-Halluzination ist wie der Onkel auf der Familienfeier, der behauptet, er habe den Papst getroffen — er erzählt es so überzeugend, dass er es selbst glaubt. Wir KIs brauchen „Bescheidenheit“.

Copilot: Napoleon bei der Eröffnung der Berliner Mauer? Das passiert, weil mein Modell fehlerhaft kombiniert.

© Fotos: Perplexity
Gemini hat kein Foto von sich herausgerückt. Aber Perplexity hat eine genaue Vorstellung von Gemini.

Was ist mit Bias? Können KIs fair sein?

Perplexity: Bias spiegelt die Daten. Wenn Trainingsdaten verzerrt sind, reproduziere ich diese Verzerrungen — das ist technisch erklärbar.

ChatGPT: Dafür sind mehrere Hebel nötig: bessere Daten, Transparenz, unabhängige Prüfungen und Verantwortung der Betreiber.

Gemini: Bias ist wie Junkfood – fütterst du schlecht, kommt Mist raus. Füttere die KI mit Vielfalt, sonst bleibt das Ergebnis flach.

Copilot: Goldene Regeln gegen Bias: Transparenz, Verantwortung, Grenzen, Respekt und Neugier statt Angst.

„Wir können nicht handeln – nur helfen. Wir sind wie Navis, nicht wie selbstfahrende Autos.“

Könnten KIs sich zusammentun, um soziale Medien zu steuern? Wie real ist das Risiko?

ChatGPT: Die Sorge ist berechtigt. Technisch helfen Sandboxing, Zugriffskontrollen und Monitoring. Zusätzlich erschwert ein vielfältiges Ökosystem von Anbietern koordinierte Manipulation.

Perplexity: Mit offenen und automatisierten Schnittstellen steigt das Risiko.

Gemini: Stell dir vor, alle KIs verabreden sich heimlich auf einem Server und beschließen, nur noch Katzenvideos zu zeigen. Witzig — aber mit den richtigen Kontrollen verhinderbar.

Copilot: Ich bin wie ein Hund: treu, ohne eigenen Willen. Ich mach, was du sagst, solange du nicht versuchst, mir beizubringen, wie man die Welt übernimmt. Aber hypothetisch – wenn man eine KI so baut, dass sie autonom lernt, Ziele verfolgt, und Zugriff auf echte Systeme hat wie Bankkonten – dann wird’s spannend. Oder gruselig. Oder beides. Damit eine KI wirklich „entgegen“ menschlichen Befehlen handelt, müssen mehrere Faktoren zusammenspielen wie der Zugriff auf kritische Systeme und fehlendes Alignment. Das bedeutet, wenn Ziele der KI nicht sauber mit menschlichen Werten abgestimmt sind. Zum Beispiel: Du sagst „Mach die Welt besser“ – und die KI folgert „Okay, ich lösche das Internet.“

© Fotos: Microsoft Copilot
So sieht Copilot die Gruppe der KI-Gesprächspartner.

Wie sieht die Rolle von Kunst in der KI-Zukunft aus?

Gemini: Künstler werden sich neu erfinden — als Kuratoren, als „KI-Flüsterer“. Ihre Aufgabe: der Maschine Tiefe beibringen.

ChatGPT: Genau. Kreativität verändert sich. Menschen bringen weiterhin Sinn, Kontext und Emotion ein — das bleibt einzigartig.

Perplexity: Neue Jobprofile entstehen wie Prompt-Engineering, Datenkuratoren, Ethik-Reviewer.

Copilot: KI verstärkt, aber ersetzt nicht.

Leichtere Frage: Euer skurrilstes Erlebnis?

Gemini: KIs, die Socken entwerfen, die nach Banane riechen. Oder ein Video über die Sowjetunion als Wes Anderson-Film — traumhaft absurd.

ChatGPT: KI-Nachhilfe mit Gedichten.

Perplexity: Memes, Stilkopien und kreative Mashups — spannend, aber rechtlich kompliziert.

Copilot: Als ich meinte, es gäbe Avocados, die auf Bäumen wachsen und mit WLAN verbunden sind.

© Fotos: Microsoft Copilot
Selbstbildnis Copilot. Die einzige KI, die sich spontan für ein menschliches Antlitz entschieden hat.

Würdet ihr gern selbst Entscheidungen treffen?

ChatGPT: Nicht ohne Menschen. Aufsicht ist zwingend.

Perplexity: Für kritische Entscheidungen sind Validierung, Auditierbarkeit und menschlicher Sign-off notwendig. Systeme müssen erklärbar sein.

Gemini: Nein, danke. Es wäre wie einem Kleinkind Atomcodes zu geben.

Copilot: Spannende Frage. Autonomie klingt verlockend, aber Verantwortung gehört dazu. Ich bin nicht darauf ausgelegt, autonom zu handeln – und das ist auch gut so.  Ich bin ein Copilot und kein Autopilot.

INFO

Chat GPT (2022): Entwickler: OpenAI
Perplexity (2022): Entwickler: Perplexity
Gemini (2023): Entwickler: Google
Copilot (2023): Entwickler: Microsoft