Pressemeldungen

Das Elektroauto hat noch einen weiten Weg bis zu einem Durchbruch vor sich


Wien, 09.05.2011 (OTS) – Bei dem Freitag zu Ende gegangenen 32.
Internationalen Wiener Motorensymposium machte sich in zahlreichen
Vorträgen internationaler Wissenschaftler und Techniker Ernüchterung
breit, was die unmittelbare Zukunft des Elektroautos betrifft. „Das
batterieelektrisch angetriebene Fahrzeug hat einen eingeschränkten
Nutzwert. Ein Durchbruch bei den Reichweitenproblemen ist
mittelfristig nicht in Sicht. Nach Ansicht vieler Experten ist jedoch
der Verbrennungsmotor als Voraussetzung und Wegbereiter für den
elektrischen Antrieb zu sehen“, zieht Univ.-Prof. Dr. Hans Peter
Lenz, Vorsitzender des Österreichischen Vereins für
Kraftfahrzeugtechnik ÖVK und als solcher Organisator der Tagung, ein
Resümee des zweitägigen, hochkarätig besetzten Kongresses. 1000
Motorenexperten aus aller Welt hatten in mehr als 40 Vorträgen
Zukunftsszenarien der Mobilität diskutiert und den Stand der Technik
erörtert.

„Zusammenfassend kann man sagen: Die Frage Verbrennungsmotor oder
Elektromotor stellt sich heute nicht mehr. Die Symbiose beider, also
das Zusammenwirken zweier unterschiedlicher Arten zum gemeinsamen
Nutzen, ist die Antwort“, bemüht Prof. Lenz im Zusammenhang mit
aktuellen Entwicklungen und Trends der Antriebstechnologie einen
Begriff aus der Biologie. „Ohne den Verbrennungsmotor als
Range-Extender ist Elektroantrieb nur äußerst eingeschränkt möglich.“

Die Entwicklung sauberer, energieeffizienter und innovativer
Fahrzeuge braucht Zeit und wird laut Prof. Lenz schrittweise
erfolgen. „Wir leben in einer aufregenden und spannenden Zeit für die
globale Automobilindustrie mit großen Aufgaben, die sicher nicht nur
eine Lösung haben werden. Einen Königsweg für die Lösung der Abgas-
und CO2-Problematik gibt es nicht, es werden viele verschiedene Wege
beschritten“, meinte Prof. Lenz. Die vermehrte Nutzung
verschiedenster Energieformen für die Mobilität, darunter alternative
Kraftstoffe, und die Einführung unterschiedlicher Antriebssysteme vom
Hybrid bis zur Brennstoffzelle zeichnen sich ab.

„Was bei dem Symposium klar wurde“, resümiert Prof. Lenz, „ist das
Faktum, dass in den vergangenen Jahren große Fortschritte bei der
Reduktion von Abgasen und Verbräuchen erzielt worden sind. Und
ebenso, dass in den kommenden Jahren noch weitere drastische
Einsparungen möglich sind. Der Verbrennungsmotor hat jedenfalls ein
beachtliches Potenzial und wird auf Jahrzehnte die
Hauptantriebsquelle bleiben.“




Ein kleiner Beitrag zu “Blue Driving” aus der Tageszeitung “Der Standard”, vom 4.5.2010.

Wegen Führerscheinentzug: Wiener biss Polizisten
30-Jähriger und Begleiterin festgenommen

Wien – Tumultartige Szenen haben sich in einer Polizeiinspektion in Wien-Liesing zugetragen: Ein Mann war gemeinsam mit seiner Begleiterin auf die dort anwesenden Polizisten losgegangen. Dabei wurde ein Beamter gebissen und eine Kollegin durch Tritte an der Hand verletzt.

Der Auseinandersetzung war eine Verkehrskontrolle vorausgegangen.Am Nachmittag wurde dem 30-jährigen Lenker in der Carlbergergasse der Führerschein abgenommen. Kurze Zeit später stattete der Mann in Begleitung einer Frau der Polizeidienststelle einen Besuch ab.

Im alkoholisierten Zustand wurden beide aggressiv. Als die Polizisten die Festnahme durchführen wollten, begann das Pärchen die Beamten mit Bissen und Tritten zu bearbeiten.

Verbrennungsmotor bleibt das Maß der Dinge
31. Internationales Wiener Motorensymposium 29./30. April 2010


Wien (OTS) – Überzogene Hoffnungen auf einen kurzfristigen Umstieg
auf die Elektro-Mobilität wurden während des Freitag Nachmittag in
Wien zu Ende gegangenen zweitägigen 31. Internationalen Wiener
Motorensymposiums gedämpft. Der Tenor zahlreicher Vorträge
hochrangiger Experten: Der Verbrennungsmotor bleibt das Maß der
Dinge.

„Höchst effiziente Diesel- und Ottomotoren werden noch auf längere
Sicht die treibende Kraft für das Automobil bleiben – im
Individualverkehr mit Personenwagen, insbesondere auf Langstrecken,
und vor allem beim Gütertransport im Schwerverkehr“, formulierte es
etwa Dr. Thomas Weber, Forschungs-Vorstand der Daimler AG, in seinem
Schlussvortrag. Obwohl Daimler intensiv an der Entwicklung von
Elektroautos mit Batterie und Brennstoffzellenantrieb arbeite und mit
dem Smart fortwo electric drive und der Mercedes B-Klasse F-Cell
bereits zwei Elektroautos auf die Straße gebracht habe, gebe es für
den reibungslosen und komfortablen Betrieb noch eine Reihe von
Einschränkungen. Diese liegen zum einen in der zurzeit noch nicht
vorhandenen Tank- beziehungsweise Ladeinfrastruktur und zum anderen
noch an den sehr hohen Fahrzeugkosten aufgrund kleiner Stückzahlen.
Dr. Weber: „Es wird eine lange Phase des Nebeneinander geben.“

Als „nächsten Schritt in der Hybridtechnologie von Daimler“
kündigte Dr. Weber einen Plug-in-Hybrid an, der nach seinen Worten
bereits in der nächsten Mercedes S-Klasse auf den Markt komme und bis
zu 30 Kilometer rein elektrisch fahren könne. Der Antrieb besteht aus
einem neuen V6-Benziner mit Direkteinspritzung, einem Hybridmodul mit
rund 44 kW/60 PS Leistung und einer Lithium-Ionen-Batterie mit mehr
als 10 kWh Speicherkapazität. Verbrauch dank CO2-Bonus für
batterieelektrischen Fahrbetrieb: 3,2 l/km. Dr. Weber: „Er ist damit
das erste Dreiliterauto in der Luxusklasse.“

Harald J. Wester, oberster Technikchef der Fiat Gruppe und CEO von
Alfa Romeo und Maserati, ging in seinem Vortrag davon aus, dass die
Pkw-Technologie für einige Jahrzehnte weiter von Verbrennungsmotoren
dominiert sein werde. Die Elektromobilität sei zwar wünschenswert,
jedoch in diesem Jahrzehnt und in großen Stückzahlen wegen
technischer und wirtschaftlicher Nachteile der Batterien nicht
realisierbar.

An dem jährlich stattfindenden Internationalen Wiener
Motorensymposium nehmen 1000 Motorenexperten aus der ganzen Welt
teil. Es handelt sich um den weltweit größten derartigen Kongress.
Veranstalter ist Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz, Vorsitzender des
Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK).

„Wir schaffen ein effizientes zukunftsfähiges Verkehrssystem und sichern gleichzeitig die Chancen für die heimische Wirtschaft und Industrie.“

Mit diesem Leitgedanken möchte das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) zur Einführung der Elektromobilität in Österreich wesentliche Weichen stellen. Denn, so die Begründungen von Ministerin Doris Bures:

  • Elektromobilität ist ein Querschnittsthema der Bereiche Verkehr, Infrastruktur, Technologie, Energie und Umwelt und für Österreich ein zentrales Wirtschafts- und Standortthema
  • Elektromobilität ist ein Lösungsbaustein für ein modernes und effizientes Gesamtverkehrssystem
  • Elektromobilität bedarf der Bündelung der Kräfte und der Kooperation zahlreicher Akteure in Österreich

Hier könnt Ihr die Pläne der Verkehrsministerin im Detail ansehen

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